So vorab erst einmal das Wichtigste: „Die Nummer 1, die Nummer 1, die Nummer 1 der Welt sind wir!“ Gott, was war das geil. Nach dem Endspiel war ich fast genauso fertig wie die Spieler selbst. Die Anspannung fiel ab, aber die richtig grosse Freude kam einen Tag später auf. Seitdem singe ich meinen französischen, spanischen und portugiesischen Arbeitskollegen das eben angestimmte Lied vor. Da haben die natürlich richtig Spass dran, haha!

Das Endspiel habe ich zusammen mit Philippe und seinem extra aus Karlsruhe angereisten Freund Christopher angeschaut, der zudem auch noch einen amerikanischen Bekannten im Schlepptau hatte. Der war ganz begeistert, dass er das WM-Finale mit Deutschen schauen konnte.

Das Halbfinale hatten Philippe und ich noch alleine zusammen geschaut. Ich war zu Beginn schon ziemlich angespannt gewesen. Als dann das 2:0 gefallen war, ging ich auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen. Kaum hatte ich an ihr gezogen, schrie Philippe schon wieder „Tor“. Ich sprintete zurück ins Wohnzimmer und schaute mir die Wiederholung an, ehe ich zurück auf den Balkon ging und weiter rauchen wollte. Aber da fiel schon das nächste für die Deutschen. Einfach unglaublich!!

Besonders freue ich mich für die Spieler der „goldenen Generation“ wie Lahm, Schweinsteiger, Mertesacker, Klose etc., denn ich glaube nicht, dass die bei der nächsten WM in 4 Jahren nochmal dabei sein werden. Das war wirklich ihre letzte Chance, Weltmeister zu werden.

Am Tag des Viertelfinals gegen Frankreich (1:0) waren, wie in meinem vorherigen Blog erwähnt, Karsten, Ute und Nane aus Iserlohn zu Gast. Sie machten bei mir, auf dem Weg nach Südfrankreich, für eine Nacht Zwischenstation. Wir schauten das Spiel bei mir zu Hause und waren natürlich auch voll ausgerüstet. Wir trugen alle unsere Trikots und Ute und Nane hatten sich auch die Deutschlandfahne auf die Wangen geschminkt.

Ansonsten ist derzeit viel Arbeit auf dem Programm. Die Hotels sind fast immer mit den Reiseveranstaltern ausgebucht. Manchmal sogar so sehr, dass ich einige Gäste auf andere Hotels in der Umgebung auslogieren musste. Nur mit dem Wetter hatten wir seit Anfang Juli richtig Pech. Gerade an den Wochenenden hat es immer geplästert, so dass die Laufkundschaft für unser Restaurant natürlich ausblieb. Auch dieses Wochenende soll es wieder regnen. Aber da man es sowieso nicht ändern kann, müssen wir einfach damit leben.