Jetzt sind schon wieder mehr als zwei Monate seit meinem letzten Eintrag vergangen. Wir haben den besten Winter seit Jahren und dementsprechend sind unsere Hotels auch fast immer voll.

Für mich bedeutet dies natürlich, dass ich ohne freie Tage ständig unter Volldampf stehe. An diesem Wochenende sind einmal wieder die Biathleten zu Gast, die in Les Mosses den Swiss Cup austragen.

Dieser Winter hat es wirklich in sich. Gefühlt habe ich bei mir zu Hause schon einige Tonnen Schnee seit Dezember weggeschüppt. Und so schnell wird der auch nicht schmelzen. Letzten Dienstag fiel das Thermometer auf minus 22 Grad.

Agneska, die mit Kälte grundsätzlich auf Kriegsfuss steht, hat dann auch Anfang Februar die Flucht ergriffen. Sie nutzte Ihre Freizeit zu einer Reise in den Senegal. Natürlich wieder ganz alleine und nur mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Philippe hat ja als Kind einige Zeit im Senegal verbracht und deswegen auch noch einige Kontakte dort. Und trotzdem schaffte sie es für vier komplette Tage völlig von der Bildfläche zu verschwinden. Auch wenn ich schon daran gewöhnt bin, dass Agneska auf Reisen ihr eigenes Ding macht, war ich diesmal doch sehr besorgt. Denn so rein gar nichts von ihr zu hören, ist dann nun auch nicht ihre Art.

Letztlich meldete sich dann bei mir und erklärte, dass sie in irgendeinem abgelegenen Ort bei einem einheimischen Stamm gewesen sei, wo es weder Elektrizität noch fliessend Wasser gab. Von einem WLan-Netz ganz zu schweigen.

Nun ist sie wieder mit einer Reisegruppe in Indien unterwegs und wird danach wahrscheinlich wieder zu mir in die Schweiz kommen. Aber das hängt wahrscheinlich vom Wetter ab :-).

Sorgen ganz anderer Art machte mir meine Mutter Heidi. Sie hat es geschafft, sich bei einem Sturz vor dem Eingang beim Bäcker in der Grüne beide Arme zu brechen. In knapp drei Wochen kommen die Gipse wieder ab, aber bis dahin ist sie natürlich auf  viel Hilfe angewiesen. Meine Schwester Yvonne kümmert sich sehr um sie, aber sie hat auch einen Pflegedienst eingeschaltet, der sie bei den alltäglichen Dingen unterstützt. Gleichzeitig kann sie auf Ihre Nachbarin und andere Personen bauen.

Während es also bei meiner Familie recht turbulent zugeht, besteht mein Alltag aus viel Arbeit, schlafen und essen. Ich bin schon froh, wenn ich ab und zu dazu komme, zum Squash spielen zu gehen.

Bis zum 1. April werden wir noch geöffnet sein, ehe wir dann für einen Monat für die Öffentlichkeit schliessen werden. Knapp eine Woche später nehme ich dann wieder ein Bataillon der Schweizer Armee in Empfang, das dann wieder unsere Hotels übernehmen wird.

Danach geht es dann auch für mich in den Urlaub. Wenn alles nach Plan läuft, werde ich am 10. April für zwei Tage nach Iserlohn kommen, ehe ich dann von Dortmund aus nach Budapest fliegen werde. Am 24. April geht es dann zurück nach Iserlohn. Zwei Tage später werde ich dann zurück nach Les Mosses fahren, um die Hoteleröffnung am 01.05.18 vorzubereiten.

Denn auch der Mai ist schon so gut wie ausgebucht. Wahrscheinlich werde ich neben meiner Hotelarbeit auch noch als Reiseleiter fungieren. Und Ende Mai geht es dann auch noch mit einer Wandergruppe durch die hiesigen Berge. Also Langeweile kommt bestimmt nicht auf.